Rundbrief 2025
Liebe Freunde unserer Projekte in Huaura/Perú,
auch heuer konnte ich, Gott sei Dank, im Oktober wieder nach Perú fliegen und mich über die Arbeit an den beiden Schulen informieren und auch viele Freunde treffen.
An der San Francisco Schule ist seit März 25 Jenny Bautista die neue Schulleiterin. Ich habe Jenny 2001 als junge Sonderschullehrerin noch selbst angestellt und es freut mich, dass sie auch vom Schulamt und vom Bischof als Nachfolgerin akzeptiert wurde. Schon im März 25 präsentierte die Schule ein Projekt zur integralen Betreuung schwerbehinderter Kinder und sie gewannen damit auf Schulamtsebene, dann auf regionaler Ebene und schließlich sogar auf nationaler Ebene.



Mit dem Preisgeld konnten sie einen Raum einrichten, in dem die Kinder und Jugendlichen die täglichen Arbeiten im Haus erlernen. Es gibt darin eine behindertengerechte Küche, ein Bett, einen Schrank, Tische und Stühle. Bügelstation und Waschmöglichkeit.
Außerdem hatten die Lehrer den Wunsch einen Snoezel- oder multisensorischen Raum einzurichten.
Mit Unterstützung unseres Vereins wurde er realisiert und am 6. 10. beim Fest von San Francisco konnten die beiden neuen Räume mit einem großen Fest (und Meerschweinchen für mich als Festessen) eingeweiht werden. An der Schule herrscht nun ein offenes und positives Klima und die Schülerzahl ist auf 118 gestiegen.
Es besteht auch die Hoffnung, dass der Bischof von Huacho auf Druck von Rom schon im Dezember zurücktreten muss und damit auch das kirchliche Schulamt neu besetzt wird. Das wäre dann hoffentlich das Ende der Ausbeutung der Lehrer an kirchlichen Schulen.
An der Santa Barbara Schule läuft es heuer auch sehr gut. Die neuen Lehrer und Lehrerinnen sind motiviert, die Methoden dieser Schule zu lernen und umzusetzen. Für die Kolleginnen vom Kindergarten und der 1. – 3. Klasse hielt ich heuer eine Fortbildung um einige Methoden nochmals zu vertiefen. Die Santa Barbara Schule will besonders Kinder aus ärmeren Verhältnissen eine gute Schulbildung ermöglichen. Ab heuer gibt es nun auch jeden Samstag eine Extraförderung in Spanisch und Mathematik für die besten Schüler, was diese begeistert annehmen. Den Lohn der Lehrer für diese Samstage übernimmt auch unser Verein. Da die Lehrer und Lehrerinnen an der privaten Santa Barbara Schule weniger verdienen als an einer staatlichen Schule, bekommen sie von uns noch ein zusätzliches Monatsgehalt im Dezember und ein halbes im Juli.Im Oktober wurden die Pläne zur Bebauung des neuen Grundstücks von Ing. Laynes, der auch die Santa Barbara Schule plante und baute, erstellt. Nun sollten möglichst bald die Umgrenzungsmauer, der Platz mit Tribünen, Toiletten und Umkleideräumen gebaut werden. Dort können dann Elternversammlungen, Vorführungen, Sportveranstaltungen und Feste veranstaltet werden. Dadurch werden das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schulfamilie und der Sport gefördert und die Schule wird nach außen hin bekannt gemacht. In Zukunft kann der Platz auch vermietet und so Geld eingenommen werden. Doch zum Bau fehlt uns leider noch viel Geld!


Die Zeit verging leider viel zu schnell und schon gab es die zwei Verabschiedungen an San Francisco und Santa Barbara.
Nun zu den deutschen Freiwilligen, die in Huaura ein Jahr mitarbeiten: Hannah und Leon halfen mit viel Engagement an der Santa Barbara Schule, Sonja an der Grundschule San José. Im Juli war ihr Dienst zu Ende und sie wurden herzlich verabschiedet. Seit August ist nun Kilian als einziger Freiwilliger in Huaura und hilft an der Santa Barbara Grundschule. Da es in Bayern dieses Jahr kein Abitur gab, konnten nicht mehr Interessierte gefunden werden. Vielleicht könnten die Leser unseres Rundbriefs Reklame für einen Weltfreiwilligendienst machen! Die Anmeldung ist noch bis 15.1. 2026 bei unserem Verein oder bei der Diözese Augsburg möglich.


Anders sieht es bei den peruanischen Freiwilligen aus, die jedes Jahr nach Ursberg, Augsburg, Nördlingen oder Babenhausen kommen. Es melden sich viel mehr als die Diözese Plätze anbieten kann. Momentan sind wieder 8 junge Leute hier im Dienst und im März kommen die nächsten.
Diese mussten bei einem Kennenlerntag mit mir ihre Deutschkenntnisse und ihre Radfahrkünste zeigen. Einige der peruanischen Freiwilligen möchten hier in Deutschland bleiben und machen in Ursberg die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger.
In unserem Verein „Ayúdame Hilf mir“ hat sich auch einiges geändert. Renate Geiser hat nach jahrzehntelanger Arbeit den Posten als gewissenhafte Sekretärin abgegeben, macht aber als Beisitzerin weiterhin mit. Kathrin Lammel, bisher Beisitzerin, wurde in der Mitgliederversammlung zur neuen Sekretärin gewählt und hat ihre Aufgabe sofort wahrgenommen. Korbinian Kippes, ein ehemaliger Freiwilliger, hat unsere Homepage auf den neuesten Stand gebracht und kümmert sich um alles Digitale. Darüber sind wir „Alten“ sehr froh.
In der Weihnachtszeit werden wir wieder an verschiedenen Stellen verkaufen und mit dem Erlös unsere Projekte mitfinanzieren: 4.12. Albert Schweitzer Schule, 7.12. Mellatz Comboni Haus, 13.12. Christkindlesmarkt Sonthofen und 20.12. Fairer Markt Sonthofen
Wir sind aber immer auf die Unterstützung durch unserer Spender angewiesen und nur mit deiner/Ihrer Hilfe können wir zu einer integrativen Erziehung beitragen und damit das zukünftige Leben der armen Kinder verbessern. Bitte bleibt uns auch im kommenden Jahr treu. Gerne können Sie auch gleich hier spenden
Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer und ein friedliches Weihnachtsfest wünscht Barbara Haberstock
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